New England States Roadtrip- Part IV: Vermont

New England States Roadtrip- Part IV: Vermont

Vermont, der Name geht runter wie cremiger Ahornsirup. Der Green (franz. verts.) Mountain (franz. monts.) State steht für Indian Summer, für Umweltbewusstsein, für klare Seen, für Wiesen, soweit das Auge reicht und eben für grüne Berge.

Geographie

Vermont befindet sich in prominenter Nachbarschaft. So grenzt es im Norden an Kanada und im Westen an New York. Wer einmal von New York ins wundersame Land der goldenen Herbste einreist, wird eventuell zunächst etwas stutzig nach überdimensional-großen Werbebannern, zugepflasterten Straßenrändern und hektisch – immer mit einem Ohr am Handy – hastende Großstädter Ausschau halten. All dies wird man im idyllischen Vermont (in dem Werbetafeln sogar verboten sind) nicht finden. Wer also einen Kulturschock vermeiden möchte, sollte lieber – vom großen Nachbarn – aus dem Norden anreisen.

Zwar ist Vermont der einzige der sechs Staaten Neuenglands ohne Zugang zum Meer, doch bieten zahlreiche (Berg-)Seen, wie beispielsweise der Lake Chamberlain (mit seinen 180 Kilometern Länge und 19 Kilometern Breite) mehr als nur Ersatz.

Wiesen, Berge, Seen und… ach ja, Bäume! Knapp 80% (!) des Staates sind bewaldet. Der Großteil hiervon natürlich mit Ahornbäumen.

Bevölkerung

Vermont steht für Gastfreundlichkeit, unkonventionelle Denkweisen, Umweltbewusstsein und weitläufige Natur mit dünn besiedelten Städt(ch)en. Insgesamt zählt der Bundesstaat (nur) 625.700 Menschen. Ganze 8.000 siedeln in der Hauptstadt, Montpellier, weitere 42.000 in der bevölkerungsreichsten Stadt, Burlington, an. Hinzu kommen jährlich knapp 12 Millionen Touristen. Zum Vergleich: New York City hatte 2018 knapp über 13 Millionen Touristen… Neben Wintersport, wandern, angeln und campen ist Vermont für viele Amerikaner aus den umliegenden Staaten die perfekte Umgebung für ein Wochenendhaus.

Klima

Vor allem der (kalte und trockene) Herbst, der die Blätter in goldene Farben taucht und den vielversprechenden Namen Indian Summer trägt, gilt bei Vielen als die beste Jahreszeit, um Vermont einen Besuch abzustatten. Die Winter sind lang (nicht selten fallen die Temperaturen auf -15 Grad) und die Sommer (mild & hin und wieder verregnet) kurz.

Burlington

Wie bereits erwähnt, zählt Burlington mit seinen 42.000 Einwohnern zur bevölkerungsreichsten Stadt Vermonts. Zwar hat es Burlington nicht zu Hauptstadt Vermonts geschafft, doch steht die Stadt an den Ufern des Lake Champlain mit ihren gigantischen Ausblicken, Bergen & grünen Wiesen, die sich Auf und Ab durch die Landschaft ziehen, Montpellier um nichts nach. Wenn es in Vermont eine Studentenstadt gibt, dann ist es Burlington. Sicherlich nicht vergleichbar mit Studentenstädten, wie wir sie hierzulande gewohnt sind, doch zählt die Städtische University of Vermont ganze 10.000 Studenten und trägt sichtlich zum belebten Stadtbild bei.

Wer sich einmal in dieser charmanten Stadt wiederfindet, sollte auf jeden Fall einen Stopp beim Lake Champlain einlegen, der das Stadtbild aber ohnehin so sehr prägt, dass man gar nicht umhin kommt, diesem idyllischen See, vor den Füßen der Green Mountains, einen Besuch abzustatten.

Vermont steht nicht nur für majestätische Natur, Vermont steht auch für Brauereien. Laut einer Craft Bier Fach-Jury zählt die Foam Brewers Brauerei in Burlington zu den Besten seiner Zunft. Ich, Bier-Experte und Koryphäe auf dem Gebiet der Schaumbrauerei, habe für euch getestet, den Gerstensaft als gut empfunden und für jeden, der mit dem Codewort „kofferkind“ ein kühles Blondes bestellt, ein Kokosnuss-Ananas-Bier zum halben Preis ausgehandelt 😉 Prost!

Und wo gehen die hippen & coolen Kids in Burlington hin? Na ins Soda Plant! Im künstlerischen Viertel der Stadt stellen hier verschiedene Künstler ihre Projekte vor und aus. Sei es Galerien, Ausstellungen oder Workshops, hier ist immer was los. Schaut mal hier vorbei.

Jetzt lest ihr hier schon seit einer halben Ewigkeit und ich habe (abgesehen von einer eingestreuten Ahornsirup-Erwähnung) noch nicht einmal übers Essen gesprochen? So geht’s natürlich auch nicht. Also, ab ins Great Nothern. Ich hatte grilled Octopus, Dirty French Fries, Tuna Poke. Salat und als Hauptspeise (:D) „Adam’s Smoked Chicken For Two“. Bestellt es und bedankt euch später bei mir!

Ben & Jerry’s

Das Beste zum Schluss: Ben! Und! Jerry’s! Jeder, der einmal „Vermont“ in die Suchmaschine seines Vertrauens getippt hat, weiß, dass hier vor allem eines herkommt: das beste Eis der Welt. Ich habe das Glück, mich auf die Spuren der weltweit beliebten Eismarke begeben zu dürfen. Eine Tour durch die Fabrik zeigt mir sowohl Geschichte, als auch Herstellungsprozess der gefrorenen Süßspeise.

Mein Highlight: Der Friedhof des Geschmacks. Hier ruhen alle Ben & Jerry’s Sorten, die es einmal in den Verkauf geschafft haben.

Ben & Jerry’s ist für jeden Eisliebhaber der Himmel auf Erden.
Mein Favorit: der Klassiker Cookie Dough.

Ach, Vermont…

Herzliche Menschen, leckeres Eis, eine unfassbar weitläufige & schöne Natur, ausgeprägte Jahreszeiten, Indian Summer, eine kalte & klare Bergluft und vor allem: Ahornsirup. Vermont, ich bin verliebt. Vermont, ich komme nächsten Herbst wieder, versprochen!

P.S. Mein Koffer ist beim Wiegen am Flughafen um ganze zwei Kilo schwerer als noch vor einer Woche in Frankfurt. Ich verlasse Vermont doch nicht ohne mindestens 2 Flaschen Ahornsirup im Gepäck!

Alex

*Dieser Blogbeitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Visit the USA , Discover New England und Travel Vermont entstanden.

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