In der KLM World Business Class von Aruba nach Amsterdam

KLM World Business Class

Im vergangenen September hatte ich das große Glück, einen Flug von Aruba nach Amsterdam  in der Business Class von KLM antreten zu dürfen. Insgesamt zehn Stunden hatte ich Zeit, mir einen Eindruck zu machen. Meine Erfahrungen sowie mein Fazit möchte ich nun gerne teilen.

Vor dem Abflug

Bevor es so richtig losgeht, müssen derzeit natürlich erforderliche Dokumente und Covid-Formulare bereitliegen. Hier konnte KLM bereits einen großen Pluspunkt bei mir sammeln, da ich alle erforderlichen Dokumente bereits vor dem Abflugtag mit der Upload@Home Funktion Online hochladen konnte und mir so am Tag meiner Reise nicht nur Zeit sondern auch ein wenig Nerven einsparen konnte. 

Zwar habe ich auf dieser Reise keinen Abstecher in die KLM Crown Lounge im Amsterdamer Flughafen machen können, jedoch hatte ich bereits mehrmals  das Vergnügen, während der Wartezeit vor dem Abflug hier einkehren zu dürfen. Eine kostenlose Getränkeauswahl sowie ein recht umfangreiches Buffet gepaart mit bequemen Sitzen gestalten die letzten Stunden vor einem Flug doch recht angenehm. Schau gerne einmal Online vorbei und arrangiere dir einen Zugang zur KLM Crown Lounge.

Natürlich ist mir auch das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig und mir ist bewusst, wie sehr eine längere Flugreise den Planeten belastet. Aus diesem Grund habe ich mich vorab auch darüber informiert, wie sich KLM mit diesem Thema auseinandersetzt. Wenn auch du Interesse hast, dann schau doch einmal hier vorbei. Seit Januar diesen Jahres enthält jedes KLM-Ticket einen SAF-Beitrag (Sustainable Aviation Fuel). Wer den CO2-Ausstoß zusätzlich kompensieren möchte, der kann sich beispielsweise für die Wiederaufforstung Initiative „CO2OL Tropical Mix“ in Panama registrieren.

Die Kabine

Als ich durch die Türen des Boeing 787-9 Dreamliner trete, begrüßen mich die ausgesprochen freundlichen Flugbegleiter*innen sehr herzlich und helfen mir auch dabei, meinen Platz zu finden. Schnell mache ich mir sowohl  einen ersten Eindruck  als auch die ersten Bilder der KLM World Business Class. Noch ist der Dreamliner so gut wie leer und  keiner der insgesamt 30 Plätze besetzt, sodass ich die Gunst der Stunde einfach nutzen muss. 

In einer 1-2-1 Konfiguration verteilen sich die Sitze folglich über acht Reihen. Die Mittelplätze sind einander zugewandt; die Fensterplätze eignen sich für Alleinreisende.

Als ich mein Gepäck verstauen möchte fällt mir sofort auf, dass, anders als in vielen anderen Business Classes, auch die Mittelsitze über Gepäckfächer verfügen. Platzmangel sollte hier kein Problem darstellen. Mit meinem kleinen Handkoffer komme ich zwar nicht annähernd an die Gepäckgrenze (Freigepäck = 2x32kg),  jedoch ist es gut zu wissen, dass ich auch durchaus mehr hätte mitnehmen können.

Der Sitz

Auf meinem Platz warten bereits ein Kissen, eine Decke sowie ein Paar Noise-Cancelling Kopfhörer auf mich. Ich nutze die Zeit während eines Fluges gewöhnlich zum Lesen, sodass ich erfreut feststelle, dass sich in der Bordunterhaltungssteuerung auch eine integrierte Leselampe befindet. Im Ablagefach, in dem bereits ein paar Zeitschriften liegen, ist noch genug Platz für (m)ein Buch, sodass ich dieses für den Start erst einmal zur Seite legen kann. Wem dieses Ablagefach für sein Hab und Gut noch nicht ausreichen mag, der hat zusätzlich noch die Möglichkeit, seine bzw. ihre Habseligkeiten unter der Fussablage zu verstauen.

Besonders positiv fällt mir die absenkbare Armlehne auf, welche gerade für kleinere Menschen wie mich das (Reise-)Leben deutlich komfortabler gestaltet. Genügend Platz für meine Beine ist hier definitiv gegeben. Ich selbst bin zwar nicht die Größte, doch auch mein Sitznachbar, den ich auf rund 1.90 Meter schätze,  kann seine Beine hier komplett ausstrecken. Zwar habe ich selber nicht nachgemessen, doch hat mir eine nette Flugbegleiterin verraten, dass die Sitze 207 Zentimeter lang sind und sich um 180 Grad drehen lassen. Der auf längeren Reisen so wichtige Sitzkomfort ist hier also definitiv gegeben. Zudem freue ich mich jetzt schon auf mein Flachbett. Aber dazu später mehr. 

Zunächst begebe ich mich also in meine Sitzschale und stelle erfreut fest, dass ich nun für meinen Sitznachbarn nahezu unsichtbar bin. Die Privatsphäre ist ein weiterer wichtiger Pluspunkt auf meiner Liste.

Vor dem Abflug

Nachdem ich es mir in meinem Sitz bequem gemacht habe, werde ich von einer Flugbegleiterin gefragt, ob ich vor dem Start gerne etwas trinken möchte. Zwischen Wasser, Orangensaft und Champagner fällt meine Wahl (natürlich) auf Letzteres.

Neben meinem Begrüßungsgetränk wird mir zudem noch ein Kulturbeutel an den Platz gebracht, welcher unter anderem Socken, Zahnbürste & -pasta, Ohrstöpsel, Feuchtigkeitscreme und Lippenbalsam enthält. So werde ich gerne begrüßt 😉 

Perfekt getimed ertönt nach meinem letzten Schluck Champagner die Stimme des Piloten durch die Lautsprecher: Alle Passagiere an Bord, es kann also losgehen!

Das Abendessen

Hoch über den Wolken darf ich endlich meinen Sicherheitsgurt lösen und meinen Sitz in eine (noch) angenehmere Position verstellen. Kurz darauf erkundigt sich ein netter Flugbegleiter nach meinen Plänen fürs Abendessen und reicht mir eine Diner Karte. Ein Drei-Gänge-Menü wartet auf mich. Passend zur Airline und meinem Flugziel entscheide ich mich für einen Flying Dutchman-Cocktail, welcher mir nur wenige Minuten später bereits mit leckeren Nüssen gebracht wird. Um mich herum wird zudem eine Käseauswahl serviert, worauf ich als vegan lebender Mensch jedoch verzichte.

Nach meinem ​​Digestif bekomme ich erneut Besuch an meinem Platz. Wie schon zuvor unterscheidet sich auch dieses Mal meine Auswahl zu der meiner nicht vegan lebenden Mitreisenden.  Ich erkenne Lachs, Nudeln und Hähnchen mit Spargel auf den Tellern vor und hinter mir. Ich entscheide mich für ein Curry mit Tofu und Reis. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle, wie unkompliziert meine (veganen) Essenswünsche arrangiert werden. Zwar bieten immer mehr Airlines vegane Optionen auf ihren Speisekarten an. Diese sind jedoch oftmals sehr herzlos zubereitete und eher trostlos wirkende Alternativen. Nicht so bei KLM. Ein altes polnisches Sprichwort sagt (sinngemäß): Eine Mahlzeit ist nur so gut, wie das Nickerchen im Anschluss. Es ist also höchste…

Zeit fürs Bett

Ein anstrengender Tag neigt sich dem Ende und auf einmal wird mir bewusst, wie müde ich bin. Als könnten die Flugbegleiter*innen von KLM meine Gedanken lesen, wird mir sofort angeboten, meinen Sitz nun in ein Bett umzufunktionieren. Ich nehme dankend an und erhebe mich träge von meinem Sitz. Nur wenige Augenblicke später lasse ich mich in mein Bett fallen. Die folgenden Stunden werde ich leider keine Beobachtungen machen, sodass ich an dieser Stelle in meinen Ausführungen um rund fünf Stunden nach vorne springen muss. Ich schlafe nämlich augenblicklich ein und werde erst zwei Stunden vor der Landung freundlich von einer Flugbegleiterin geweckt. Damit dieser Teil aber nicht gänzlich unkommentiert bleibt, hier noch ein paar Gedanken zu meinem Bett über den Wolken.

In meinem Flachbett kann ich mich gänzlich ausstrecken und fühle mich nicht eingeengt. Kombiniert mit dem sehr weichen Kissen finde ich, wie ich ja bereits geschrieben habe, sehr schnell meinen Weg ins Reich der Träume. Eingeigelt in meinen Schlafkokon fühle ich mich keinesfalls beobachtet oder von meinen Mitreisenden gestört, da ich, geschützt durch meine Sitzschale,  für meine Außenwelt nahezu unsichtbar bin. Dieser Faktor hilft natürlich ungemein einen ruhigen und tiefen Schlaf zu finden.

Da ich natürlich so viele Eindrücke wie möglich sammeln möchte, schaue ich mir auch das Unterhaltungsprogramm ein wenig genauer an. Wie erwartet habe ich eine umfangreiche Auswahl aus Filmen, Serien, Dokus  und Spielen. Ich bringe meinen Sitz in eine leicht aufrechtere Position und vertreibe mir die kommenden Minuten mit dem neuesten Film aus dem Harry Potter Universum: “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind”.

Das Frühstück

Ein wenig verschlafen reibe ich mir die Augen und stelle erstaunt und zugleich erfreut fest, dass wir bereits in zwei Stunden Amsterdam erreicht haben werden. Wer schon einmal einen Nachtflug erlebt hat weiß, wie gerädert man sich nach einer Nacht in der man, wenn überhaupt, nur sehr unruhig schläft, fühlen kann. Hiervon kann nach meiner Nacht in der KLM World Business Class jedoch keine Rede sein. Ich bin topfit, voller Vorfreude auf Amsterdam und bereit für mein Frühstück.

Dieses wird mir kurze Zeit später auch serviert. Ich bekomme einen Obstsalat, eine kleine Gemüseauswahl und einen leckeren Himbeer Grieß . Fünfzehn Minuten später bin ich satt und bereit für das letzte Kapitel meines Fluges. Ich lege Messer und Gabel beiseite, bringe meinen Sitz in seine Ausgangsposition zurück, setze meine Noise-Cancelling Kopfhörer auf, schalte meine Lieblings Playlist an und mache mich bereit für die Landung in Amsterdam. 

Mein Fazit

Zwar war dies nicht mein erster Flug in einer Business Class, jedoch ist die Freude über die bequemen Sitze, dem Bett über den Wolken und all den vielen weiteren Annehmlichkeiten, die einem hier zuteil werden, jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis. Auch die KLM World Business Class im Dreamliner fällt hier definitiv nicht unangenehm auf. Im Gegenteil: Angefangen bei der Innenausstattung der Kabine bis hin zum außerordentlich netten Service bin ich mehr als begeistert und kann nur jedem, der einen Flug mit KLM antreten möchte dazu raten, ein Upgrade in Erwägung zu ziehen. Müsste ich meinen Flug mit einem catchy One Ligner abschließen, ich würde wohl so etwas schreiben wie: Entspannt von Aruba nach Amsterdam mit einem Zwischenstopp im Reich der Träume.

Alex

*Dieser Blogbeitrag ist mit freundlicher Unterstützung von KLM entstanden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Instagram